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Was der BMI eigentlich misst

Der Body-Mass-Index vergleicht dein Gewicht mit deiner Größe. Er ist ein schneller, kostenloser Überblick, der Erwachsene in vier Bänder einteilt, und er funktioniert gut über große Bevölkerungsgruppen hinweg. Was er nicht kann, ist in dein Gewicht hineinschauen: Der BMI behandelt ein Kilogramm Muskeln und ein Kilogramm Fett als genau dasselbe.

Genau diese eine Einschränkung ist der Grund, warum zwei Menschen mit identischem BMI völlig unterschiedliche Körper und völlig unterschiedliche Gesundheitsrisiken haben können.

BMI-Kategorien

Diese Grenzwerte für Erwachsene stammen aus Bevölkerungsdaten, die den BMI mit gesundheitlichen Folgen verknüpfen. Es sind Screening-Bänder, keine Diagnose, und dieselben Bänder gelten für Frauen und Männer.

KategorieBMI-Bereich
UntergewichtUnter 18,5
Normalgewicht18,5 bis 24,9
Übergewicht25 bis 29,9
Adipositas30 und darüber
Standard-BMI-Kategorien für Erwachsene (Weltgesundheitsorganisation).

Wie der BMI berechnet wird

Die Formel ist einfach:

BMI = Gewicht (kg) / Größe (m)²

In imperialen Einheiten multiplizierst du mit 703: Gewicht (lb) / Größe (in)² × 703. Zum Beispiel hat jemand mit 1,78 m Größe und 74 kg Gewicht einen BMI von 74 / (1,78 × 1,78) = 23,4, was in das Band Normalgewicht fällt. Dieser Rechner verarbeitet beide Einheitensysteme und die Umrechnung für dich.

Wo der BMI zu kurz greift

Weil er nur Größe und Gewicht nutzt, übersieht der BMI Dinge, die zählen:

  • Er kann Muskeln nicht von Fett unterscheiden. Sportler und muskulöse Menschen werden oft fälschlich als übergewichtig gelesen.
  • Er ignoriert, wo du Fett trägst. Fett rund um die Organe ist die riskanteste Art, und der BMI kann es nicht sehen.
  • Er sagt nichts über den Trend. Ein stabiler BMI kann trotzdem Muskelverlust verbergen, was bei der Gewichtsabnahme viel ausmacht.

Behandle deinen BMI als Anstoß, genauer hinzusehen, nicht als Urteil. Körperfettanteil, Taille-zu-Größe-Verhältnis und FFMI verraten dir, was die einzelne Zahl nicht kann.

Das vollständigere Bild sehen

Genau dafür ist BMI Kit gemacht. Gib oben deinen Taillenumfang ein, und dein Ergebnis zeigt auch dein Taille-zu-Größe-Verhältnis und einen geschätzten Körperfettanteil, sodass du die ganze Geschichte siehst statt nur die Hälfte. Von dort kannst du deinen Körperfettanteil schätzen oder deinen Index der fettfreien Masse prüfen.

Häufig gestellte Fragen

Ist ein BMI von 25 Übergewicht?

Ein BMI von 25 liegt genau auf der Grenze zwischen den Bändern für Normalgewicht und Übergewicht, die von 18,5 bis 24,9 und von 25 bis 29,9 reichen. Bei genau 25 liegst du technisch gesehen im Bereich Übergewicht, aber ein einzelner Punkt sagt für sich genommen sehr wenig aus. Wenn du muskulös bist, geben dir dein Körperfett und dein Taille-zu-Größe-Verhältnis ein viel ehrlicheres Bild als das Band allein.

Was ist ein gesunder BMI für mein Alter?

Die BMI-Bänder für Erwachsene (18,5 bis 24,9 für Normalgewicht) sind in jedem Erwachsenenalter gleich, aber ihre Bedeutung verschiebt sich. Ältere Erwachsene tragen oft etwas mehr Gewicht gefahrlos, während Muskelverlust mit dem Alter den BMI im normalen Bereich halten kann, auch wenn das Körperfett steigt. Nutze den BMI als ersten Überblick und kombiniere ihn mit Körperfett und Taille-zu-Größe für ein klareres Bild.

Funktioniert der BMI bei muskulösen Menschen und Sportlern?

Nicht gut. Der BMI kann Muskeln nicht von Fett unterscheiden, daher kann ein schlanker, muskulöser Sportler trotz niedrigem Körperfett im Band Übergewicht oder sogar Adipositas landen. Das ist der bekannteste blinde Fleck des BMI. Wenn du ernsthaft trainierst, beschreiben dein FFMI (Index der fettfreien Masse) und dein Körperfettanteil deinen Körper viel genauer.

Ist der BMI bei Frauen und Männern unterschiedlich?

Die Formel und die Grenzwerte der Kategorien sind für Frauen und Männer identisch. Was sich unterscheidet, ist die Körperzusammensetzung: Frauen tragen von Natur aus mehr essenzielles Fett, daher bedeutet derselbe BMI bei einer Frau meist einen höheren Körperfettanteil als bei einem Mann. Genau deshalb ist es wichtig, den BMI mit einer Schätzung des Körperfetts zu kombinieren.

Wie wird der BMI berechnet?

Der BMI ist dein Gewicht in Kilogramm geteilt durch deine Größe in Metern zum Quadrat (kg/m²). In imperialen Einheiten ist es das Gewicht in Pfund geteilt durch die Größe in Zoll zum Quadrat, multipliziert mit 703. Dieser Rechner erledigt die Rechnung für dich in beiden Einheitensystemen und rechnet automatisch um.

Kann man einen normalen BMI haben und trotzdem ungesund sein?

Ja. Ein normaler BMI kann einen hohen Körperfettanteil und überschüssiges Fett rund um die Organe verbergen, manchmal normalgewichtige Adipositas genannt. Weil der BMI nur das Gesamtgewicht sieht, erkennen dein Taille-zu-Größe-Verhältnis und dein Körperfettanteil dieses verborgene Risiko besser.